Apr 21, 2009
Backpacking mit Reisekoffern

Die Anzahl britischer oder mit britischem Akzent sprechenden Arbeitern und Touristen ist “astonishing!”. Nach einem kurzen Checkin auf der Tauchbasis bei Aaren oder so werden wir von einer Britin in unsere Unterkunft gebracht. Um das Inselleben authentischer zu geniessen habe wir ich mich dazu entschlossen eine günstige Unterkunft für gerade mal 12 Euro die Nacht zu buchen. Sie ist so wie erwartet. Bett, Ventilator (Klimaanlage wäre gleich mal 5 Euro teurer gewesen!), Bad und Dusche in einem. Yakups Zimmer hatte zwar kein Klopapier, dafür aber einen hübschen Gekko an der Wand. Die freundlichen Thais kümmerten sich um beide Probleme – wie, will ich lieber nicht wissen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann in der Strandbar am Meer. Ein kurzer Sprung ins Meer brachte dann leider nicht das, was ich eigentlich wollte – Erfrischung ( sondern Schürfwunden an den Händen und Füßen aufgrund Ebbe und ziemlich fieser Korallen )

Der nächste Morgen war zumindest für mich ziemlich hart: Um 5:50 Uhr klingelte der Wecker und beförderte mich aus dem Bett. Ich musste um 6:30 Uhr an der Basis sein um meine Sachen in Emfpang zu nehmen – konkreter die Auswahl des richtigen Tauchanzugs, ein paar Flossen, ein Jacket. Den Rest gab es dann auf dem Boot. Nach 5 Minuten waren wir dann fertig und ich fragte mich, warum ich eigentlich schon eine halbe Stunde vor Abfahrt anwesend sein sollte. Aber ok. Die eigentliche Fahrt zum Tauchspot war relativ kurz, kein Vergleich zu den erholsamen Fahrten in Safagar. Nach kurzer Zeit erfolgte dann auch die erste Ermahnung des Tauchlehrers: Auf gleicher Höhe wie die Gruppe bleiben. Verständlich – aber was kann ich dafür, dass die Gruppe nicht so tief gehen möchte? Die zwei Tauchgänge waren schön, wenn auch bei weitem nicht so farbenfroh von den Korallen wie in Ägypten. Beim zweiten Tauchgang kämpfte ich etwas mit Fischen der Gattung Discocephali und später dann noch mit einem Drückerfisch. Dabei sollte doch hier alles friedlich sein?! Abends ging es wieder in eine der zahlreichen Strandbars mit Feuershows, günstigen Getränken und entspannender Musik.

Die Sprache ist sicher ein Überbleibsel des Engländers, der ja gerne mal die Gegend besucht hat, um den Inder oder den gelben Mann auszurauben. Die East India Company unterhielt eine Station in Siam. “Astonishing” ist vielmehr, dass sich Tahiland/Siam erfolgreich gegen eine Kolonisierung wehren konnte – aber das wusstest du ausgebuffter Geschichtscrack sicher schon längst
. Der Siamese hat immer gerne Zimt, Zinn und Blei gehandelt und sich seine Produkte versilbern lassen.
Apropos silbern: Ich darf deinem Silberpfeil einen äußerst gesunden Ladedruck von 1,1 bar (üA) bescheinigen. Nach 1,5 Stunden gekraxel im Kabelbaum weiß ich nun auch, das die elektrischen Leitungen zur Energieversorgung auch in tadellosem Zustand sind. Die Signalleitungen sind etwas aufwendiger. Über die Steuerelektronik haben wir herausgefunden, dass die Signalleitung des Luftmassenmessers mal einen Kurzschluss gegen “+” erhalten hat – nicht weiter schlimm, sowas kann auch durch das Abziehen und erneute Anstecken des Steckers vorkommen. Der Fehlerspeicher ist nun gelöscht. Morgen werde ich eine Bewegungsfahrt machen (Und dabei erinnere ich mich sicher ganz genau an “Jemanden”, der mir mit Glitzern in den Augen schon mehrfach erzählt hat, dass er mit dem Porsche von “Noch Jemandem” derart um die Ecken gepfiffen ist, so dass die Reifen um Erbarmen geschrien haben.). Wenn der Fehler dann wieder auftaucht, dann wird noch ein wenig gelötet.