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Strafzettelpremiere

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Meine Fresse, vergesse ich völlig meinen Strafzettel zu bezahlen und die schicken mir “plötzlich” gelbe Post. Nachdem ich jetzt anständig denen das Geld in den Rachen geworfen habe liegt hier noch ein Schreiben vor mir, bei dem ich immer noch zögere es hinterherzuschicken oder nicht. Was meint ihr?

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit nehme ich schriftlich Stellung zu der mir vorgeworfenen Ordnungswidrigkeit vom XXX.2006. Ich fuhr an diesem Tag mit dem Auto meines Vaters W. Brändle für eine Nachkontrolle bei meinem Hautarzt Dr. Salzer (Keine Sorge – nichts schlimmes) nach Heilbronn. Ich parkte hierbei auf dem XXX Parkplatz. Mein Termin war auf 15:00 Uhr terminiert, es war allerdings schon 15:07. Ich fand glücklicherweise sofort einen Parkplatz. Meine Parkplatznachbarin (attraktive Mitt-Zwanzigerin) machte mich auf eine umherziehende Mitarbeiterin des Ordnungsamt, weshalb ich mich entschloss ausnahmsweise ein Parkticket zu kaufen. Ich wählte gleich eine Stunde, denn obwohl ich zu dem damaligen Zeitpunkt noch privatpatient war, kann es immer wieder mal zu kleineren Wartezeiten kommen. Es kam schlimmer. Ich saß geschlagene 50 Minuten im Wartezimmer bis ich einem Behandlungszimmer zugewiessen wurde. Und das obwohl ich damals privat versichert war (über meinen Vater W. Brändle). Ich schätze halb Heilbronn kam vor mir dran (keine Ahnung wieviele Einwohner Heilbronn hat, vermutlich etwas mehr.) Da saß ich nun im Arztzimmer, eingesperrt, in der Zwickmühle. Mit vollem Bewusstsein, dass mein zeitlich großzügig gelöster Parkschein am Ablaufen war aber gleichzeitig die Tür jeden Moment aufgehen könnte und Dr. Salzer jederzeit herein kommen könnte. Die eigentliche Untersuchung dauerte dann auch nur die von mir angepeilten 5 Minuten. Als ich zurückkam, sah ich noch ihre Mitarbeiterin die Straße entlanglaufen und wieder fleißig am Zettel schreiben. Das ungute Gefühl in der Magengegend stellte sich aufgrund meiner Parkzeitüberschreitung sofort ein. Am Auto hing er auch dann schon – mein erster Strafzettel (und ich parke mittlerweile schon 9 Jahre strafzettelfrei). Ich bezweilfe nicht die Rechtmäßigkeit des Verstoßes an, allerdings bitte ich Sie in meinem Fall eine Ausnahme zu machen. Die Verspätung beim Arzt war vollkommen unverschuldet von mir, bisher dauerte ein Besuch maximal 30 Minuten. Anbei finden Sie eine von mir unterzeichnete Vollmacht, mit der ich Ihnen für Ihre Nachforschungen erlaube, die Wartezeiten beim Arzt abzufragen (Die werden meiner Ansicht nach dort elektronisch erfasst, eventuell ja auch gespeichert) um sich von der Korrektheit meiner Angaben zu überzeugen.

Deswegen bitte ich Sie nochmals, mir den Strafzettel zu erlassen, da die unerlaubte Parkzeitverlängerung von mir überhaupt nicht beabsichtigt war und auch nicht verschuldet. Für Rückfragen stehe ich gerne auch telefonisch zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen (und schöne Weihnachten!)

Michael Brändle

Gastbeitrag

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Ich habe mich vorhin an alte unterhaltsame E-Mails erinnert und gerade eben eine solche auch erfolgreich gefunden. Folgende Nachricht bekam ich von meinem Freund Dirk (damals Student an der Bundeswehr-Universität Hamburg) im Winter 2005:
Ja, unser eMail-System war verganges Wochenende down. Die gespeicherten Mails wurden erst am Dienstag wieder verteilt. ICQ läuft nicht mehr, die benötigten Ports wurden geschlossen (Unwillentlich, wie es heisst) Soll wohl noch heute funktionieren. Bin selbst gerade am Mathe lernen, doller weise ist es schon fast fünf Uhr morgens (ich brauche eine Uhr an der Wand) und um 08:30 geht’s weiter. Ach nee, GEDV fällt einfach mal per Massgabe aus. Sonst tot.

Verdammt, und von Matrizen habe ich jetzt nicht wirklich mehr Ahnung als vorher. Jetzt weiß ich zwar ansatzweise, wie man mit den Dingern rechnet, aber was sich dahinter verbirgt?! Das Studium wird immer abstrakter. Ich habe das besonders vor kurzem festgestellt. In Werkstoffkunde berechnen wir zur Zeit die Bildung von Lunker beim Übergang von Legierungen von der Schmelze zum festen Stoff. Wir können jetzt alle die Menge und die Gefügerichtung errechnen, aber keiner, KEINER meiner Kommilitonen konnte mir erklären, was Lunker eigentlich ist, es sei denn man lässt “Das ist schlecht, weil es, naja, weil es halt nicht so gut ist wegen Festigkeit und Kristallgitter und so…”. Aha, das sind Antworten wie “Sie müssen operiert werden weil sie im Operationssaal liegen und da wird eben operiert”. Nicht mehr lange und ich verstecke meinen Schlafsack in der Bibliothek. Leider benötige ich ihn auf Stube, da die Heizung nicht mehr funktioniert und das kam so:

Ein einzelner Kamerad, der bekannt dafür ist, dass es in der reallen Welt nicht ganz so zurecht kommt – das alltägliche Leben bereitet ihm zuweilen Schwierigkeiten (darum darf er in unserer Kochgruppe auch nur noch mitessen und abwaschen, eben alles ausser kochen) – klagte darüber, dass seine Heizung nicht funktioniere. Nach einem kurzen Gespräch fragte ich ihn, ob er möglicherweise Luft in der Heizung habe. Man muss wissen, die Heizungsrohre sind hier im Block komplett neu – ebenso wie die Heizkorper. Hat er nicht meinte er, da ja alle Heizungen miteinander verbunden seien und Luft als Energieträger sei total unvernünftig und so weiter bla, bla bla. Ich hab’ ihm dann also mal bruchstückhaft erklärt wie das so sei und wie man eine Heizung entlüftet. Er also spontan am Abend losgefahren, Spezialschlüssel im Baumarkt besorgt. Dann Heizungsentlüftung aufgeschraubt, Wand vollgespritzt, Weizenglas drunter und laufen lassen. Wie er sagte hat er 5 Weizengläser Wasser weggekippt. Er sei sich nicht sicher gewesen, ob das Wasser blasenfrei gewesen sei – wie das eben so ist, wenn ein Wasserstrahl 30 cm in ein Gefäß fällt. Da kann man sich schon mal vertun. Na ja, jetzt ist eben in der Heizungsanlage der Druck abgefallen und der gesante Halb-Block (35-40 Stuben) steht ohne Heizung da, ebenso alle drei Küchen und Duschen (Ein Glück gibt es noch Warmwasser – wir haben ihm eine 40- Liter-Wanne vollgemacht und ins Zimmer gestellt – Wasser eignet sich hervorragend zum Wärmetransport, sagt er ja selbst.). Heizung entlüften darf er jetzt also auch nicht mehr. Gregor und ich haben jetzt von unserem WEÄ (WohnEbenenÄltester) Anschiss bekommen – wie denn so was sein kann – kalt und so. Daher ist Christian fürderhin unser “soziales Projekt” – sprich: Wir kriegen Kopfnuss wenn er wieder Mist baut. Ich fürchte um mein Leben.
Denk an Coca-Cola: Versuch doch mal was anderes und Hamburg bei drei Grad – innen und aussen. Kay’s Stube wird mehr und mehr zur Teestube – er hat immer Zeit, da er vom Studium abgelöst wurde (in Mathe abgeraucht) und zudem hat er zwei Monitore und drei Rechner auf Stube (schön warm).

Wenn dir das noch nicht reicht, dann gibt’s hier noch mehr Realität zum lachen:

Soviel aus Hamburg.
Ich melde mich, sobald ICQ wieder läuft.

Warme Grüße, Dirk

Türenattentat

Sehr geehrte Damen und Herren,
heute morgen fuhr ich mit der S5 (Ankunft 8:23 Uhr Haltestelle Stadtmitte) vom Hauptbahnhof Richtung Stadtmitte.
Durch das Ihnen sicher bekannte hohe Personenaufkommen an der Haltestelle Hauptbahnhof staute es sich bei Einsteigen an der hintersten Türe etwas. Als ich gerade dabei war die Bahn zu betreten bekam ich gerade noch so die leicht unverständliche Durchsage “Bitte Zurücktreten” mit, während die Türen bereits auf mich zurasten. Zuerst steckte ich zwischen den Türen fest, aus denen ich mich aber mit eigener Kraft wieder befreien konnte (Wie machen das eigentlich andere Menschen, wird deren Ableben billigend in Kauf genommen?). Als weiteres Problem erwiess sich mein Laptoprucksack, der nun durch die Türe festgeklemmt außerhalb der S-Bahn festsaß. Nur mit größtem Kraftaufwand und der Hilfe eines weiteren Passagiers gelang es mir schließlich meinen Rucksack nach innen zu ziehen.

Deswegen würde ich jetzt gerne wissen:
Warum öffnen sich die Türen nicht, wenn Dinge oder Personen in der Türe eingeklemmt sind?
Warum beschäftigen Sie Mitarbeiter, deren einzige Aufgabe darin besteht in der Mitte des Zuges aus dem Fenster zu schauen und die offensichtlich nicht beobachten, was an den Türen passiert?

Mit freundlichen Grüßen und auf eine Antwort hoffend,

Michael Brändle

Schon GEZahlt?

Sehr geehrte Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale,

eigentlich will ich überhaupt nicht Mitglied bei Ihnen werden. Sie müssen zugeben, dass bei dem Namen “GEZ” die Menschen sofort einen Groll hegen. Vielleicht weil diese Geheimagenten die Mülleimer nach Fernsehzeitungen durchsuchen, Nachbarn ausfragen und sich unter fadenscheinigen Gründen Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen. Glücklicherweise sind unsere Mülleimer abgeschlossen und unsere Nachbarn habe ich das letzte Mal gesehen, als ein Stromausfall die ganze Gemeinde in ein tiefes Dunkeln hüllte (Inklusive der Fernsehschauer, die pflichtbewusst ihre Gebühren bezahlen). Das ganze hat mich nicht betroffen, weil zur Zeit weder einen Fernseher noch ein Radio in meinem Zimmer besitze.

Wenn ich bei Musik entspannen will, tat ich das an meinem Personal Computer – entweder über Webradio oder über meine umfangreiche CD-Sammlung. Als Verstärkung diente mir ein 5.1 Boxenset von Teufel (phantastischer Klang, leider kein Radio!). Wenn ich Lust auf Radio hatte, musste ich nur meine Musik etwas leiser drehen. Das Geplärre von Nachbars altem Radio hört man an ruhigen Tagen durch die Wand. (Welcher Nachbar das war weiß ich nicht, mag aber auch niemanden anschwärzen). Filme schaute ich mir ebenfalls auf dem PC an (habe keine TV-Karte! – nur DVDs).

Da ich allerdings ein aufrichtiger und ehrlicher Bürger bin, will ich sie auf folgendes hinweisen: Da durch Ihre, beziehungsweise den öffentlichen Rundfunkanstalten, hervorragende Lobbyarbeit ab 1.1.2007 internetfähige PCs gebührenpflichtig werden, muss ich wohl oder übel auch bei Ihnen Mitglied werden. Da ich auf ihrem Formular keine Ankreuzmöglichkeit zu “internetfähiger PC” gesehen habe und keine falschen Angaben (§263) machen will, bitte ich Sie mir deshalb ein aktualisiertes Formular zuzuschicken, damit ich mich im Januar ordnungsgemäß anmelden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Michael Brändle

Schwimmatemzug

Hallo DSF-Team,
Ich gratuliere euch zu eurer äußerst erfolgreichen Sendung Sport-Quiz. Ich habe mir die Sendung gerade angeschaut und fand Cheyenne LaCroix überzeugend wie eh und je (sie sollte sich vielleicht mal ein etwas größeres Höschen kaufen. Das, welches sie trägt, hängt schon ziemlich arg im Schritt). Das kein Zuschauer innerhalb 30 Minuten anruft und die Lösung “Schwimmpass” kennt(Hinweis war “Anderes Wort für Ausweis”) dient sicherlich dazu, um die Einnahmen des Sendung zu maximieren. Ich habe leider dabei keine Vorstellung, wieviele eingehende Anrufe es pro Minute überhaupt schaffen. Die Lösungen, die dann gegen Ende der Sendung aufgedeckt wurden, verwunderten mich allerdings etwas.
Dort stand unter anderem der Begriff “Schwimmatemzug”. Ich habe ihnen einen Screenshot des TV-Programms einfach mal mitgeschickt, damit sie sich selbst davon überzeugen können.

Schwimmatemzug
Da mir, trotz meine langjährigen Erfahrung in der Schwimmausbildung, der Begriff nicht bekannt war, habe ich die Suchmaschine www.google.com bemüht um nach dem Begriff zu suchen:
Das Ergebnis war eindeutig: “Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage – schwimmatemzug – übereinstimmenden Dokumente gefunden.”

Da stellt sich mir, als aufmerksamer Zuschauer, die Frage: Werden die Lösungen anhand von Wortlisten ausgewürfelt oder existieren die Lösungsbegriffe wirklich (Eine Referenz für mich wäre zum Beispiel eine aktuelle Ausgabe des Dudens)?

Mit der Hoffnung auf Aufklärung verbleibend,

Ihr Michael Brändle

 

September 2010
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